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Klassische Eleganz

Nach aufwendigen Renovierungsarbeiten fügt das Hotel Adlon Kempinski Berlin mit der Wiedereröffnung des historischen Ballsaals im September 2018 seiner glanzvollen Geschichte ein weiteres Kapitel hinzu. Dabei wurde erneut auf die Expertise und kunsthandwerkliche Qualität von Verre d’Or zurückgegriffen.

Der neue Ballsaal des Berliner Grandhotels Adlon besticht durch das harmonische Zusammenspiel von Architektur, Innenraumgestaltung und Interieur, das zugleich das besondere Raumerlebnis der Veranstaltungslocation schafft. Augenfällig hierbei: die sorgfältig ausgewählten Materialien. Ergänzt werden die fein abgestimmten Gestaltungselemente und Accessoires durch vier maßgefertigte Spiegelwände von Verre d’Or.

Jedes der 4,10 mal 1,49 Meter messenden charakteristischen Wanddekore besteht aus 21 Elementen und weist wunschgemäß eine semi-mattierte Oberfläche auf, die die sinnlich-dekorative Note des Saales aufgreift und unterstreicht.

Auf dem Weg von der ersten Idee bis zur Realisierung ist auch in diesem Fall ein mehrstufiger aufwendiger Herstellungsprozess erforderlich, in dessen Verlauf u.a. Blätter aus 16 x 16 cm hauchdünn geschlagenem Aluminium einzeln von Hand, in der Technik des Verre Églomisé aufgelegt, und beim ersten Auftrag leicht mit den Fingerspitzen „gerissen“ werden. Hieran schließt sich die Tönung mit einer Umbratinktur an, ehe zwei weitere Schichten aus Blattaluminium erfolgen, um eine geschlossene Oberfläche zu erzielen.

Die manuell ausgeführten Arbeitsschritte während des Fertigungsverfahrens sorgen dafür, dass kein Spiegel dem anderen gleicht. Aus der Ferne betrachtet erscheinen die Glasarbeiten nahezu identisch, erst bei genauerem Hinsehen offenbaren sie die Aura des Unikats.

Auf der hier abgebildeten Detailaufnahme wird die mitunter an Craquelé erinnernde feine Marmorierung, die die Spiegelpaneele ganzflächig durchzieht, besonders deutlich.

Es ist diese gespinstartige Struktur, die besagtes Auftragswerk von herkömmlichen Spiegelentwürfen abhebt und der von Verre d’Or gestalteten Einrichtungslösung einen modernen Twist verleiht.


Exklusive Spiegelwand als zentraler Blickfang für die Smoker´s Lounge im Hotel Adlon Berlin.

 

Das Hotel Adlon zählte bereits im frühen 20. Jahrhundert zu den besten Grandhotels der Welt. Diesen hohen Stilanspruch griff das Hotel Adlon Kempinski im Sommer des vergangenen Jahres bei der Neugestaltung der öffentlichen Bereiche auf. Dazu zählt auch die Smoker’s Lounge des Nobelhotels. Ein zentraler Blickfang dieses kleinen Raucher-Palais ist ein antik verspiegeltes Wandelement, bestehend aus zehn einzelnen Segmenten. Insgesamt 2400 Blatt Silber wurden von Hand rückseitig auf die Glaskörper appliziert. Gestaltet hat die Spiegelwand in rauchiger Patina der Solinger Ulrich Röttger, Inhaber der Manufaktur „Vergolderwerkstatt Margó“.

 

 

 

 

Die zentrale Technik der Hinterglasvergoldung, auf der diese Installation beruht, geht zurück bis ins 13. Jahrhundert. Oftmals in Verbindung mit Malerei und Gravuren wurde diese Technik vorwiegend in Italien verwendet. Sie diente meist zur Ausschmückung von religiösen Gegenständen. Als „Verre Églomisé“ erlebte sie bei der Schaufenstergestaltung und Schildermalerei im 19. und 20. Jahrhundert eine kurze Renaissance. Nur sehr wenige Meister verstehen sich auf die Kunst dieser traditionellen Technik.